5:20 Uhr – Das goldene Licht des Morgens
- Wilhelm Heim
- 26. Juli
- 1 Min. Lesezeit
Es gibt Momente am frühen Morgen, da scheint die Zeit für einen kurzen Augenblick innezuhalten. Gestern, etwa 5:15 Uhr, war so ein Moment. Noch bevor der Tag in seiner vollen Helligkeit erwacht, saßen Maren und ich bei einem ersten, ruhigen Guten-Morgen-Kaffee auf dem Hof. Die Luft war frisch, getragen von jenem feinen Morgendunst, durch den sich bereits die ersten warmen Sonnenstrahlen des kommenden Sommertages kämpften. Ein Versprechen von Licht und Weite.
Dieses besondere, fast malerische Licht zog mich magisch an. Der Blick über das frisch abgeerntete Weizenfeld direkt gegenüber unserem Grundstück bot eine Kulisse, die nach der Kamera rief. Also griff ich zur Fujifilm X-S10, bestückt mit dem Viltrox 90mm f/1.8, um diese grandiose, fast greifbare Atmosphäre festzuhalten.

Mit offener Blende ging es hinaus in das taufrische Stoppelfeld. Das 90er-Objektiv zaubert bei Blende 1.8 eine butterweiche Tiefe, die den Blick sofort lenkt: auf die feinen Strukturen der verbliebenen Halme im Vordergrund, während im Hintergrund der zarte Dunst die Baumsilhouetten und die Landschaft umhüllt. Sogar ein flüchtiges Selbstporträt im goldenen Gegenlicht fand seinen Weg auf den Sensor – ein stiller, bewusster Moment nur für mich.
Genau diese Art der Fotografie ist für mich weit mehr als nur das Drücken eines Auslösers. Sie ist zu einem festen Bestandteil meines Tagesablaufs geworden – ein Akt der bewussten Selbstfürsorge, der Erdung und pure Freude schenkt, bevor der Trubel des Alltags beginnt.










