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Das Leben der Bücherschränke (Teil 3: Dorfplatz Vesbeck)

Keine sechzig Minuten, aber trotzdem sieben Fotos und ein „Alles-wird-gut“.

Ich bin schon zahlreiche Male am und im Bücherschrank meines Dorfes gewesen. Der Schrank – eine ehemalige Telefonzelle in sattem Grün – steht meist prall gefüllt mit Büchern, aber oft einsam und verlassen auf dem Dorfplatz in Vesbeck, umgeben von Sitzgarnituren und der Mitteilungspinnwand.

Ich habe dort noch nie einen Menschen Bücher tauschen sehen. Vielleicht, weil ich nie lange genug gewartet habe? Bei meinem letzten Besuch hielt ich einen Moment inne und ließ den Schrank sowie den Platz auf mich wirken (während um mich herum vier Hunde an der Leine tanzten, die dafür weit weniger Geduld aufbrachten): Es umgab den Ort eine unglaubliche Ruhe.


Mein Blick fiel auf die Buchrücken: Von Neid über Stoppelhopser bis hin zum Zauberhut bot der Vesbecker Bücherschrank eine wirklich große Bandbreite an Literatur. Für mich als Depressionspatient – und das möchte ich in meinen Reportagen nicht aussparen – gab mir der Schrank durch seine Inschrift eine wichtige, optimistische Tagesmaxime mit: Auch wenn wir die Zukunft oder den nächsten Moment nicht voraussagen können, so lohnt sich doch der feste Gedanke an ein „Alles-wird-gut“!

 
 

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